Der europäische Kongress zur Bewegungsförderung bei Kindern

fand unter der Schirmherrschaft von Frau Androulla Vassiliou, Mitglied der Europäischen Kommission, statt.

"Aktive Städte - Aktive Kinder"

 

Den steigenden Zahlen zur Bewegungsauffälligkeit und zum Übergewicht bei Kindern in den letzten Jahren folgten Warnungen von Wissenschaft und Politik zur Steigerung des Bewusstseins und zur Umsetzung von Maßnahmen zur Reduktion der Zahlen.

 

Dabei bleibt die Frage nach der praktischen Umsetzung meist unbeantwortet. Nur wenige Kommunen verfügen über ein Konzept zur Bewegungsförderung bei Kindern, das nachhaltig und umfassend angelegt ist.

 

Antwortimpulse bot der Themenkongress „Active Cities – Active Children!“,  der am 30. September und am 1. Oktober 2010 im Rahmen des EU-Projekts in Stuttgart statt fand. Hier wurden Ansätze zur Verbindung von Theorie und Praxis aufgezeigt und letztlich praktische Empfehlungen verabschiedet, wie Europäische Kommunen und Regionen die Bewegungskultur im Alltag von Kindern fördern und entsprechende Maßnahmen erfolgreichen umsetzen können.

 

Der Kongress richtete sich an Verantwortliche von Kommunen aus den Bereichen Sport, Jugend, Schule und Gesundheit sowie an Vertreter von Sportkreisen und Stadtsportbünden aus ganz Europa, die sich mit dem Thema befassen. Die Besucher erhielten einen Überblick über erfolgreiche Konzepte verschiedener europäischer Städte in Form von Vorträgen sowie einem „Markt der Möglichkeiten“ und konnten außerdem an Workshops teilnehmen. In den Workshops erfuhren die Teilnehmer, wie Gesamtkonzepte und Teilansätze umgesetzt werden.

 

Als Grundlage der Bewegungsförderung werden Netzwerke von verschiedenen Bereichen wie Kindergärten, Schulen und Sportvereinen sowie die intensive Zusammenarbeit mehrerer Fachabteilungen der Stadt- und Kreisverwaltung vorausgesetzt. Der Kongress zeigte erfolgreiche Netzwerkarbeit im Zusammenhang von Bewegungsförderung bei Kindern auf.

 

Auf dem Kongress wurden die Leitlinien verabschiedet, die Empfehlungen an die EU-Kommission geben, wie „Bewegungsförderung bei Kindern“ in Kommunen und Regionen umgesetzt werden kann.